Advent – Advent

Das zweite Kommen

Advent, Advent,

ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür. Oder der römische Kaiser, so der ursprüngliche Gebrauch des Begriffs adventus Divi, um die Ankunft des göttlichen Herrschers anzukündigen. In der Weihnachtszeit wird vordergründig an die Geburt des Königs der Juden in Bethlehem erinnert. Die Evangelien berichten detailliert über die Menschwerdung des Sohnes Gottes. Markus und Lukas schreiben jedoch am Anfang von einer anderen Person, die groß vor dem Herrn sein sollte. Der Messias sagte niemand wäre größer, der von einer Frau geboren wurde. Stellen sie sich diese große Person als kleines Baby im Bauch der Mutter vor. Bei einer Begegnung der besonderen Art, fängt der Winzling an im Bauch zu hüpfen. Zwei schwangere Frauen treffen sich gerade. Sie sind verwandt, wahrscheinlich Cousinen. Ihre Namen weit verbreitet:

Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt und rief laut und sprach (zu Maria): „Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Und wie geschieht mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, als ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Ja, glückselig ist, die geglaubt hat, denn es wird erfüllt werden, was ihr vom Herrn gesagt worden ist!“

Was bei den Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott. Ein tiefgläubiges Ehepaar, deren Kinderwunsch jahrzehntelang verwehrt blieb, bekam als ein bemerkenswertes Zeichen für das Volk Israel im fortgeschrittenen Alter ein Kind. Der Vater Zacharias betete im Tempel in Jerusalem. Zu seiner Aufgabe als Priester gehörte Opfergaben darzubringen. Der Dienstplan entsendete ihn an einem hohen Feiertag in das Allerheiligste. Dort begegnete ihm der Erzengel Gabriel mit einer unglaublichen Verheißung. Zacharias überkam Furcht. Gott ließ seine Stimme verstummen, wegen all seiner Zweifel. Doch sein Sohn würde ein wegweisender Prophet für die Juden sein mit dem Namen Jochanan (hebräisch יוחנן = Gott ist gnädig):

Und er wird dir Freude und Wonne bereiten, und viele werden sich über seine Geburt freuen. Denn er wird groß sein vor dem Herrn. Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken, und er wird vom Mutterleib an erfüllt werden mit Heiligem Geist. Und viele von den Kindern Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, um die Herzen der Väter umzuwenden zu den Kindern und die Ungehorsamen zur Klugheit der Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten.

Johannes der Täufer ist eine der verkanntesten biblische Personen in unserer Zeit. Dabei ist seine unpopuläre Verkündigung der Buße und Umkehr heute genauso aktuell wie damals. Der Prediger/Kohelet schrieb es gäbe nichts Neues unter der Sonne, alles was war würde wieder so sein. Heutzutage erheben religiöse und politische Führer genauso wenig ihre Stimmen, um das Volk zu warnen. Alles ist in bester Ordnung. Die Gute Nachricht bringt zunehmenden Wohlstand. Jeder kann in unserer Gesellschaft seine Träume erfüllen. Gottes Botschaft ist Gnade und Liebe. Es wird nicht aufgefordert den Sinn zu ändern, um nicht verloren zu gehen. Stattdessen wird gelogen das Evangelium bestünde in Toleranz. Wenn Gott etwas nicht toleriert, dann sind es unsere Sünden, die uns von ihm trennen. Alle Menschen haben gesündigt und erreichen Gottes Herrlichkeit nicht. Jesus als Herrn und Erlöser anzunehmen und ihm nachzufolgen ist der Weg zur Vergebung. Sein Blut wäscht uns rein von aller Schuld. Doch welche Kraft hat das Kreuz in unserem Leben, wenn wir weiter in der Sünde verharren?

Johannes war ein kompromissloser Prediger, der heute wegen Beleidigung oder Volksverhetzung verklagt würde. Er nahm kein Blatt vor den Mund und beschuldigte seine Zuhörer:

Ihr Otterngezücht, wer hat euch unterwiesen dem Zorn Gottes zu entfliehen? So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind.

Darauf bekehrten sich seine Landsleute am Jordan und ließen sich von ihm taufen. Er musste keine Wunder wie Elia oder Jesus vollbringen, damit herbeieilende Zöllner und Soldaten ihm vertrauten und ihr Leben änderten. Sie gaben nicht ihren Beruf auf, sondern verhielten sich aufrichtiger. Um den Weg zu bereiten reichte die Botschaft von dem kommenden Gericht Gottes. Der kommende Advent ist die zweite Ankunft des Herrn aller Herrn. Der König aller Könige ist nicht nur friedvolles Lamm, sondern mächtiger Löwe aus dem Stamme Judah.

In unserer Adventszeit ist es üblich im romantischen Kerzenschein, ein aus Holz geschnitztes, halbnacktes Kind in der Krippe, unter dem Tannenbaum zu verehren. Bezaubernde Putten mit winzigem Pimmel wurden in Bildern oder als Skulptur im Barock modern. Hochaltäre mit dem kleinen Jesuskind in der Hand der großen Mutter Gottes bringen mich nicht auf die Knie, sondern auf die Palme. Anweisungen im Wort Gottes sich kein Bildnis oder irgendein Gleichnis zu machen werden ignoriert. Mehr Unbehagen lösen Geistesblitze über das unerwartete Erscheinen, des zur Rechten des Vaters sitzenden Sohnes Gottes aus. Im Glaubensbekenntnis rezitiert wird er von dort kommen, zu richten die Lebenden und Toten. Der adventus Domini (lateinisch für Ankunft des Herrn) soll an dieses bevorstehende Ereignis erinnern. Eine Bedeutung die schnell in Vergessenheit gerät. Das alljährliche Fest zum Gedenken an die Geburt, verbunden mit schönen Geschenken, bereitet da weltweit mehr Freude. Die Stimmung kann es verhageln, wenn nach Ursprüngen und historischen Vorbildern für das Weihnachtsfest geforscht wird. Die Heiden pflegten nämlich am 25. Dezember das Fest des Geburtstages der Sonne zu feiern und zu ihrer Ehre Lichter zu entzünden. Fleißige Bibelschüler können Geburtstagsfeiern mit symbolischen Rahmenhandlungen im Buch der Bücher finden. In 1. Mose 40, 20 begeht Pharao seinen Geburtstag und holt zwei Diener aus dem Gefängnis. Diese erwarten sehnsüchtig, an den Königshof zurück zu kommen. Tatsächlich durfte beim Festessen der Mundschenk wieder den Becher mit dem Wein reichen. Jedoch wurde der Oberste der Bäcker nach seinem von Josef gedeuteten Traum aufgehängt. Es ist davon auszugehen, dass er sich in einem Giftanschlag auf den Pharao schuldig gemacht hatte.

Im Neuen Testament trifft Herodes Antipas an seinem Geburtstag ein verheerendes Urteil, das in Geschichtsbüchern als Grund für einen verlorenen Krieg aufgeführt wird. Weil Könige sich alles erlauben können und nichts gefallen lassen müssen, wurde kurzerhand der aufmüpfige Moralprediger beseitigt. Tierisch ist, wenn der Zuchthengst neben der Prachtstute das ausgewachsene Fohlen besteigt. Der geile Bock hatte sein Gewissen totschlagend nichts gegen einen flotten Dreier mit Mutter und Tochter. Soweit die schockierende Deutung des Schwures, bis zur Hälfte seines Königreichs herzugeben. Und zwar an eine betörende Tänzerin, die als Salome zweifelhafte Berühmtheit erlangte. Die andere Hälfte war eventuell nicht sich selbst, sondern der ehebrecherischen Frau seines Bruders vorbehalten. Die abgeworbene Gemahlin machte jedenfalls keine Einwände gegen eine körperliche Vereinigung mit ihrer Tochter. Ganz bestimmt hatte die skrupellose Herodias einen unbändigen Hass auf Johannes den Täufer, der die Rechtmäßigkeit ihrer Ehe bezweifelte. Sie wollte unbedingt dessen Kopf auf einem Tablett serviert bekommen. Ein toller Geburtstag und schwer verdauliches Festessen, welches den Großen und den Obersten und den Vornehmsten von Galiläa in denkbar schlechter Erinnerung blieb.

Der erste Märtyrer im NT wurde in weiten Teilen der Bevölkerung für ein Prophet gehalten, auch wenn sich die Pharisäer und Lehrer des Gesetzes nicht von ihm taufen ließen. Bei der Frage nach der Vollmacht von Jesus traute sich keiner der Hohepriester eine Antwort auf seine Gegenfrage zu geben:

War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?

Johannes führte ein asketisches Leben in der am niedrigsten Ort der Welt gelegenen Wüste. Vergleichbar mit Essenern in Qumran und unverheirateten Mönchen, die Besitz und Geld ablehnen. Dadurch war er unabhängig und benötigte keine Bezahlung. So ernährte er sich von Heuschrecken und wildem Honig und verspeiste kein Brot und Wein. Sein einfaches Gewand bestand aus Kamelhaaren mit einem ledernen Gürtel. In Filmen wird er gerne als verrückter Schreihals dargestellt, mit dem man sich schlecht identifizieren kann. Seine Bescheidenheit ist auch kein Vorbild für prominente, professionelle Prediger, welche Geld für sich und teure Gebäude erbetteln und dabei nicht von Gott berufen sind. Für die aufgebrachte damalige religiöse Führung im reichen, hoch gelegenen Jerusalem bot seine Person wenig, bis gar keine Angriffspunkte für Kritik. Warum aber war Johannes so groß, um auf die Worte Jesus in Lukas 7, 28 zurückzukommen?

Ich sage euch, dass unter denen, die von einer Frau geboren sind, kein Größerer ist als Johannes der Täufer. Aber der Kleinste im Reich Gottes ist größer als er.

Johannes war so groß in den Augen Gottes, da er der demütigste Mensch seiner Zeit war. Demut ist das komplette Gegenteil von Stolz. Stolz der toleriert wird bei narzisstischen Präsidenten und selbstherrlichen Superstars. Gottes Wege, Gedanken und Maßstäbe entsprechen nicht unserem Zeitgeist. Der Weg in geistlicher Reife nach oben führt nach unten. In Philipper Kapitel 2 findet sich die Gesinnung, die dem Wesen von Jesus Christus entspricht.

Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. Ein jeder sehe nicht nur auf das seine, sondern auch auf das der anderen.

Wir sollen wie die Kinder werden und das Reich Gottes empfangen wie ein Kind, um hineinzukommen. Im Himmel wird sich niemand über seinen großen Namen brüsten. Es ist eine unzählbare Versammlung mit Gläubigen aus allen Nationen, die vor dem Thron Gottes das allein würdige Lamm anbetet.

Und er predigte und sprach: Nach mir kommt der, der stärker ist als ich. Ich bin nicht wert, dass ich mich vor ihm bücke und die Riemen seiner Sandalen löse.

Der Täufer beherrschte nicht das Volk, sondern wollte ein treuer Diener sein, der seinem himmlischen Herrn den Vortritt gibt. Leider nehmen ihn wenige Leiter zum Vorbild. Stattdessen wird an einer vom Herrn in Offenbarung 2 verhassten Lehre (Überbetonung von gesetzten Leitern, anstelle Gleichheit unter Geschwistern) festgehalten. Die verführten Nikolaiten werden von der wörtlichen Bedeutung abgeleitet von niko = herrschen und laos = Volk. Der Nikolaus kam damals nicht strafend mit der Rute, sondern brachte als Geschenk die Zügellosigkeit. Ich habe nicht geplant am Nikolaus, 6. Dezember 2020 mit diesem Artikel fertig zu werden. Furcht überkommt mich bei dem Gedanken, dass heute ausgerechnet der 2. Advent ist.

Im Alten Testament wollte Jonathan nicht herrschen und verzichtete zugunsten von David auf den Königsthron. Er schenkte seinem besten Freund zudem sein Oberkleid, Waffenrock, Schwert, Bogen und Gürtel. Es gibt wenige Königssöhne, die so großzügig sind und es vorziehen Nummer 2 statt Nummer 1 sein.

Auch die Jünger von Johannes waren nicht begeistert davon zurückzutreten, weil auf einmal mehr Menschen zu Jesus und seinen Jüngern strömten, um sich taufen zu lassen.

Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Christus, sondern ich bin vor ihm her gesandt. Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihm zuhört, freut sich sehr über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt. Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen. Der von oben her kommt, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, ist über allen.

Johannes war überhaupt nicht arrogant oder prahlerisch in seiner Rolle als Wegbereiter des Herrn. Er erkannte, dass Gott in unserer Schwachheit stark sein will, weniger zu mehr wird. Das Samenkorn muss in die Erde fallen und sterben. Sein Dienst neigte sich dem Ende zu. Das würde zum Besten dienen. Hinter Schloss und Riegel öffneten sich trotzdem die Türen für den gerechten und heiligen Mann. Denn der beunruhigte König hörte das Wort Gottes gleichwohl gerne aus dem Munde des vollmächtigen Verkündigers, freilich ohne sich zu ändern. In Gefangenschaft, mit viel Zeit zum Gebet und zur Fürbitte, bekam Jochanan eine Eingebung, die oft als Schwäche und Zweifel gedeutet wird. Zwei seiner Jünger wurden mit der Frage entsandt:

Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?

Für mich und die Nachwelt sprechend, finde ich die Fragestellung ausgezeichnet, denn sie hatte einen bestimmten Zweck. Nicht nur die Jünger wurden in ihrem eigenen Glauben durch Jesus bestärkt mit den Worten:

Geht hin und sagt Johannes wieder, was ihr hört und seht: Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt. Selig ist, wer sich nicht an mir ärgert.

Als sie ermutigt fortgingen folgte vor dem Volk ein weiteres Kompliment:

Ja, ich sage euch, er ist mehr als ein Prophet. Er ist es, von dem geschrieben steht, siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten soll. (Maleachi 3,1)

Ein weiterer alter Prophet spricht vorausschauend von dem Täufer:

Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade eben! Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was krumm ist, soll gerade werden, und was uneben ist, soll ebener Weg werden, und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen. (Jesaja 40, 3-5)

Johannes war alles andere als hochmütig. Ein Sinnbild für Demütige, die erhöht und für Stolze, die erniedrigt werden, sind die Täler, die erhöht und die Berge, die erniedrigt werden. Krumme Wege geht die zur Sünde verleitende Schlange; Hindernisse bringen zu Fall. Dazu passen folgende Ausführungen zu Offenbarung 16:

Stolz ist eine Haltung, der Gott besonders widersteht. Der Altehrwürdige an Tagen wird alles Hohe in seinem Grimm und Zorn erniedrigen. Die von Antichrist, Tier und falschen Propheten verführten Könige der Erde versammeln sich bekanntlich in der Endzeit-Schlacht gegen den Herrn und seinen Gesalbten auf einer weiten Ebene. Der Ort wird Harmagedon genannt.

Ist es nicht töricht gegen Gott zu kämpfen, wenn von vorherein klar ist, dass man verliert. Vielen selbstgerechten Leuten widerstrebt es zu beten, Herr sei mir armen Sünder gnädig. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist, ein geängstetes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten. David erkannte in Psalm 51 seine Schuld und Sünde.

Jesus hätte es überhaupt nicht nötig gehabt von Johannes getauft zu werden. Doch der Herr wollte als Beispiel für uns alle vorangehen. Der Vater bezeugte in der Stimme vom Himmel:

Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!

Lassen Sie uns Jesus und Johannes zum Vorbild nehmen. Es sind die demütigsten Menschen, die in den Evangelien sind. Warum wird denn so wenig über Johannes den Täufer gepredigt? Das Kommen von Jesus wird doch von Johannes vorbereitet. Ohne Buße werden wir verloren gehen, wenn der Herr wieder kommt, wenn die Enthüllung von Jesus Christus sich erfüllt.

Zum besseren Verständnis des Advents und der Apokalypse möchte ich am Ende einen Ratschlag geben. Versuchen sie einmal nicht, alle Handlungen in von uns vertraute Zeitschema zu pressen. Vergessen sie alle menschlichen Überlieferungen und Traditionen. Der Advent könnte vollkommen anders ablaufen, als sie gedacht haben. Lesen Sie die Offenbarung als ein Gesamtwerk über den großen, schrecklichen Tag des Herrn.

Das Kommen des Herrn (sprich die Adventszeit) wird ja finster und nicht licht sein, dunkel und nicht hell. (Amos 5, 20)

Wir aber erwarten die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus.

Weihnachtslieder spielen nicht die Musik, wenn der König wiederkommt:


Second Coming

Advent, Advent,

a little light burns. First one, then two, then three, then four, then the Christ Child is at the door. Or the Roman emperor, as the term adventus Divi was originally used to announce the arrival of the divine ruler. During the Christmas season, the birth of the King of the Jews in Bethlehem is commemorated in the foreground. The Gospels give a detailed account of the Incarnation of the Son of God. However, Mark and Luke write at the beginning about another person who was to be great before the Lord. The Messiah said no one was greater who was born of a woman. Imagine this great person as a small baby in the mother’s womb. At a special kind of encounter, the tiny one starts jumping in the belly. Two pregnant women are meeting. They are relatives, probably cousins. Their names are very common:

And Elizabeth was filled with the Holy Spirit and cried aloud and said (to Mary): „Blessed art thou among women, and blessed is the fruit of thy womb! And how is it that the mother of my Lord comes to me? For behold, when I heard the voice of thy salutation, the child leapt for joy in my womb. Yes, blessed is she who has believed, for what the Lord has said to her will be fulfilled!“

What is impossible with men is possible with God. A deeply believing married couple, whose desire to have children was denied for decades, had a child at an advanced age as a remarkable sign for the people of Israel. The father Zechariah prayed in the temple in Jerusalem. His task as a priest included offering sacrifices. The roster sent him to the Most Holy Place on a high holiday. There the archangel Gabriel met him with an incredible promise. Zacharias was overcome with fear. God silenced his voice because of all his doubts. But his son would be a guiding prophet for the Jews with the name Jochanan (Hebrew יוחנן = God is gracious):

And he will bring you joy and gladness, and many will rejoice at his birth. For he will be great before the Lord. He will not drink wine or strong drink, and he will be filled with the Holy Spirit from the womb. And many of the children of Israel will he convert to the Lord their God. And he will go before him in the Spirit and in the power of Elijah, to turn the hearts of the fathers to the children and the disobedient to the wisdom of the righteous, to prepare a ready people for the Lord.

John the Baptist is one of the most misunderstood biblical figures of our time. Yet his unpopular proclamation of repentance and conversion is as relevant today as it was then. The preacher/Kohelet wrote that there was nothing new under the sun, everything that was would be the same again. Nowadays religious and political leaders do not raise their voices to warn the people either. Everything is in perfect order. The good news brings increasing prosperity. Everyone can fulfil their dreams in our society. God’s message is grace and love. There is no call to change the mind so as not to get lost. Instead, people are lying the gospel would be full of tolerance. If God does not tolerate something, it is our sins that separate us from him. All people have sinned and do not attain God’s glory. To accept Jesus as Lord and Saviour and follow him is the way to forgiveness. His blood washes us clean from all sin. But what power does the cross have in our lives if we continue to remain in sin?

John was an uncompromising preacher who would be sued today for insulting or sedition. He did not mince his words and accused his listeners:

You viper breed, who has instructed you to escape the wrath of God? So now bring forth fruit worthy of repentance.

Then his countrymen repented at the Jordan and were baptised by him. He did not have to perform miracles like Elijah or Jesus, so that hurrying tax collectors and soldiers trusted him and changed their lives. They did not give up their profession, but behaved more honestly. To prepare the way, the message of the coming judgement of God was enough. The coming Advent is the second coming of the Lord of all Lords. The King of all Kings is not only a peaceful Lamb, but a mighty Lion from the tribe of Judah.

In our Advent season it is customary in the romantic candlelight to worship a half-naked child carved from wood in the manger under the Christmas tree. Enchanting putti with a tiny willy became modern in paintings or as a sculpture in the baroque period. High altars with the little baby Jesus in the hand of the great Mother of God do not make me get down on my knees, but drive me up the wall. Instructions in the Word of God not to make an graven image or any likeness are ignored. More discomfort is caused by flashes of inspiration about the unexpected appearance of the Son of God sitting at the right hand of the Father. Recited in the confession of faith, he will come from there to judge the living and the dead. The adventus Domini (Latin for arrival of the Lord) is meant to commemorate this impending event. A meaning that is quickly forgotten. The annual celebration in memory of the birth, combined with beautiful gifts, gives more joy worldwide. The mood can get out of hand if research is conducted into the origins and historical models for Christmas. Indeed, pagans used to celebrate the sun’s birthday on 25 December and ignited lights in its honour. Hard-working Bible students can find birthday celebrations with symbolic settings in the Book of Books. In Genesis 40:20 Pharaoh celebrates his birthday and brings two servants out of prison. They eagerly await their return to the royal court. Indeed, at the banquet the cupbearer was allowed to pass the cup of wine again. However, the head of the bakers was hanged according to his dream interpreted by Joseph. It can be assumed that he was guilty of a poisonous attack on Pharaoh.

In the New Testament, Herod Antipas makes a devastating judgement on his birthday, which is recorded in history books as the reason for a lost war. Because kings can get away with anything and do not have to put up with anything, the rebellious moral preacher was unceremoniously eliminated. Animalistic is when the stud stallion mounts the full-grown foal next to the magnificent mare. The horny buck had nothing against a three-way deal with mother and daughter. So much for the shocking interpretation of the oath to give away up to half his kingdom. And this to a beguiling dancer who attained dubious fame as Salome. The other half may not have been reserved for himself, but for his brother’s adulterous wife. In any case, the enticed away wife did not oppose to a physical union with her daughter. Certainly, the unscrupulous Herodias had an irrepressible hatred for John the Baptist, who doubted the legitimacy of her marriage. She was desperate to have his head served on a dinner tray. It was a great birthday and a hard to digest feast, with a very bad memory for the great and the supreme and the nobles of Galilee.

The first martyr in the NT was considered a prophet by large parts of the population, even though the Pharisees and teachers of the law did not let themselves be baptised by him. When asked about the authority of Jesus, none of the high priests dared to answer his counter-question:

Was John’s baptism from heaven or from men?

John led an ascetic life in the desert close to the lowest place in the world. Comparable to Essenes in Qumran and unmarried monks who rejected possession and money. Therefore he was independent and did not need any payment. So he fed on locusts and wild honey and did not eat bread and wine. His simple robe was made of camel hair with a leather belt. In films he is often depicted as a crazy screamer with whom one can hardly identify. His simplicity is also not a model for prominent professional preachers who beg money for themselves and expensive buildings and are not called by God. For the outraged religious leaders of the time in the rich, high-altitude Jerusalem, his person offered little or no point of criticism. But why was John so great, to return to the words of Jesus in Luke 7:28?

I tell you that among those who are born of a woman there is none greater than John the Baptist. But the least in the Kingdom of God is greater than he.

John was so great in the eyes of God because he was the most humble man of his time. Humility is the complete opposite of pride. Pride that is tolerated by narcissistic presidents and self-important superstars. God’s ways, thoughts and standards do not correspond to our spirit of the times. The way up in spiritual maturity leads down. In Philippians chapter 2 you will find the attitude that corresponds to the nature of Jesus Christ.

Do not do anything out of selfishness or futile ambition, but humbly respect the other person more than yourself. Each one look not only at his own, but also at the others.

We are to become like children and receive the kingdom of God like a child to enter into it. In heaven no one will boast about his great name. It is an innumerable gathering of believers from all nations who worship the Lamb, who alone is worthy, before the throne of God.

And he preached and said, „After me comes the one who is stronger than I. I am not worthy to bow down before him and loosen the straps of his sandals.“

The Baptist did not rule the people, but wanted to be a faithful servant, giving way to his heavenly Lord. Unfortunately, few leaders take him as an example. Instead, a doctrine hated by the Lord in Revelation 2 (overemphasis on appointed leaders instead of equality among brothers and sisters) is held on. The seduced Nicolaitans are derived from the literal meaning of niko = to rule and laos = people. In those days, Nicholas did not come with a rod to punish, but brought the gift of licentiousness. I did not plan to finish this article on St. Nicholas Day, 6th December 2020. Fear overcomes me at the thought that today is also the 2nd Advent.

In the Old Testament Jonathan did not want to rule and renounced the royal throne in favour of David. He also gave his best friend his robe, tunic, sword, bow and belt. There are few king’s sons who are so generous and prefer to be number 2 instead of number 1.

Even John’s disciples were not enthusiastic about resigning because suddenly more people flocked to Jesus and his disciples to be baptised.

John answered and said: A man cannot take anything unless it is given to him from heaven. You yourselves are my witnesses that I have said I am not the Christ, but I am sent before him. He who has the Bride is the Bridegroom; but the Bridegroom’s friend who stands by and listens to him rejoices greatly at the Bridegroom’s voice. This my joy is now fulfilled. He must increase, but I must decrease. He who comes from above is above all. He who is of the earth is of the earth and speaks of the earth. He who comes from heaven is above all.

John was not at all arrogant or boastful in his role as the Lord’s forerunner. He recognised that God wants to be strong in our weakness, wants to make less into more. The seed must fall into the earth and die. His ministry was coming to an end. This would serve for the best. Behind lock and key, the doors were still opening for the righteous and holy man. For the troubled king nevertheless liked to hear the Word of God from the mouth of the powerful preacher, though without changing. In captivity, with plenty of time for prayer and intercession, Jochanan received an inspiration which is often interpreted as weakness and doubt. Two of his disciples were sent with the question:

Is it you who should come, or should we wait for someone else?

Speaking for myself and for posterity, I find the question excellent, because it had a specific purpose. Not only the disciples were strengthened in their own faith by Jesus with the words:

Go and tell John again what you hear and see: the blind see and the lame walk, the lepers are cleansed and the deaf hear, the dead rise and the poor have the gospel preached to them. Blessed is he who does not take offense at me.

As they left encouraged, another compliment followed before the people:

Yes, I tell you, he is more than a prophet. It is he of whom it is written, behold, I send my messenger before thy face, who shall prepare thy way before thee. (Malachi 3:1)

Another ancient prophet speaks of the Baptist with foresight:

It is the voice of a preacher in the desert: Prepare the way of the Lord, make his paths straight! Every valley shall be exalted, and every mountain and hill shall be brought low, and crooked things shall be made straight, and uneven things shall be made level, and all flesh shall see the salvation of God. (Isaiah 40, 3-5)

John was anything but haughty. A symbol of the humble who are exalted and the proud who are humbled are the valleys that are exalted and the mountains that are humbled. The serpent that leads to sin goes crooked ways; obstacles bring down. The following remarks on Revelation 16 fit in with this:

Pride is an attitude that God particularly resists. The Ancient of Days will humiliate all that is high in his fury and anger. The kings of the earth, who are seduced by the Antichrist, the beast and false prophet, will gather together in the well known Battle of the End Times against the Lord and His Anointed One on a vast plain. The place is called Armageddon.

Is it not foolish to fight against God when it is clear from the outset that you will lose. Many self-righteous people are reluctant to pray, Lord have mercy on me poor sinner. The sacrifices that please God are a broken spirit, a frightened, shattered heart you, God, will not despise. David recognised his guilt and sin in Psalm 51.

Jesus would not have needed to be baptised by John at all. But the Lord wanted to lead by example for all of us. The Father testified in the voice from heaven:

You are my beloved Son in whom I am well pleased!

Let us take Jesus and John as our example. They are the most humble people who are in the Gospels. Why is so little preached about John the Baptist? The coming of Jesus is prepared by John. Without repentance we will be lost when the Lord comes again, when the revelation of Jesus Christ is fulfilled.

For a better understanding of Advent and the Apocalypse I would like to give some advice at the end. For once, do not try to squeeze all actions into a time pattern we are familiar with. Forget about all human traditions. Advent could turn out completely differently than you have thought. Read Revelation as a complete work about the great and terrible day of the Lord.

Shall not the day of the LORD Lord (the Advent season) be darkness, and not light? Even very dark, and no brightness in it? (Amos 5, 20)

But we await the blessed hope and manifestation of the glory of our great God and Saviour Jesus Christ.

Christmas carols do not play the music when the King returns: